Bei einem optimal und transparent gemanagten Transporteinkauf können hohe Kosteneinsparungen generiert und versteckte Kosten vermieden werden

Was:

Der Einkauf von Transportdienstleistungen ist sehr vielseitig. Er umfasst zum einen die Analyse der Kostentreiber und Preismodelle der Transportdienstleister. Aber auch die Definition der optimalen Lieferantenstruktur und die Identifikation von potentiell geeigneten Lieferanten gehören gerade wegen aktueller makroökonomischer Faktoren (demografische Struktur, Mindestlohn, Vollbeschäftigung und Nachfrage nach Fahrern) zu den Hauptaufgaben. Zudem führt der Transporteinkauf Ausschreibungsprozesse aus, um aus Unternehmersicht die bestmöglichen Konditionen zu verhandeln.

Warum:

Die richtige Auswahl der Transportpartner hat einen großen Einfluss auf die Kostenstruktur, Qualitätsfragen und Versorgungssicherheit hinsichtlich der Transportlösung in Unternehmen. Der Einsatz von leistungsfähigen Transportdienstleistern mit einem wettbewerbsfähigen Preisniveau ist eine der großen Erfolgsfaktoren einer optimal funktionierenden Supply Chain. Neben den Konditionen ist ein wichtiger und entscheidender Aspekt auch die Entscheidung über die Art und Weise der Zusammenarbeit mit dem Lieferanten. Ob ein Unternehmen ein kollaborativen partnerschaftlichen Ansatz oder eher einen traditionellen Wettbewerbsansatz wählt, hat einen großen Einfluss auf den Einkaufsprozess und die Leistungserwartung der Lieferanten. Gerade in der heutigen Zeit von Mindestlohn, überschüssiger Nachfrage nach Transportdienstleistern und einer nahezu Vollbeschäftigung sind Ressourcen umkämpft und es entsteht eine hohe Fluktuation. Die Fähigkeit Wissen zu transferieren, zuverlässige Fahrer zu finden und bei höheren Anforderungsprofilen hierfür geeignete Fahren zu finden rückt zunehmend in den Vordergrund.

Wer, wo, wann:

Die Verantwortung für den Transporteinkauf in Unternehmen ist oft der Einkaufsabteilung zugeteilt. Wichtig bei Einkaufsprojekten ist die jeweilige Abstimmung mit den Fachabteilungen, um Zielsetzungen gemeinsam zu klären und das Know-how zu bündeln. Das Transportnetzwerk sollte mindestens alle 2 Jahre auf Effizienz und Zustand durchleuchtet werden. Dem Management von Transportunternehmen kommt einer immer wichtigeren Rolle zu, weshalb hier kontinuierliche Messung, Bewertung und Steuerung Schlüssel zu einem effizienten Partnermanagement sind


Häufige Herausforderungen in Unternehmen bei Projekten im Transporteinkauf und Vorschläge wie diese angegangen werden können

Ein Unbekanntes Mengengerüst und Kostentreiber sowie ein suboptimales Preismodell sind die häufigsten Ursachen für erfolgSlose Ausschreibungen und ein nicht wettbewerbsfähiges Preisniveau

Herausforderung:

Bei Ausschreibungen von Transportdienstleistungen werden häufig die Kostentreiber der Lieferanten vernachlässigt. Dies wird zumeist durch das vorgeschlagene Preismodell sichtbar, bei welchen die Kostentreiber der Lieferanten nicht optimal abgebildet sind. Den Lieferanten bliebt meist keine andere Wahl als ein Risiko in Ihr Angebot einzupreisen und somit die Gesamtkosten für die Einkaufsseite zu erhöhen.

Lösungsansatz:

OCM hat bei Ausschreibungen immer das Bestreben, die Kosten und Preistreiber des Lieferanten zu verstehen um somit mögliche eingepreiste Risiken zu identifizieren. Bei Transportausschreibungen benötigen Einkäufer volle Transparenz über die Preis- und Kostenstrukturen (einschließlich Basiszinssätzen, Treibstoffzuschlägen, Bearbeitungsgebühren und Fahrspeisekosten) über alle Verkehrsträger und Routen hinweg. Um die tatsächlichen Kosten für die Transportdienstleister abzubilden und um somit das eingepreiste Risiko zu minimieren, schlägt OCM immer ein Vollkosten-Preismodell vor. Dadurch reduziert sich das Kostenrisiko auf beiden Seiten (des einkaufenden Unternehmen und des Transportdienstleister), die Preise zwischen den Parteien werden transparent und vergleichbar, was ein wichtiges Kriterium für erfolgreiche, wettbewerbsstarke Verhandlungen ist.

OCM hat eine ständig aktualisierte Benchmarkdatenbank für die genannten Kostenelemente zusammengestellt und kann hiermit schnell Transportkostenniveaus von Unternehmen bewerten.

Ein flexibles Preismodell erlaubt neben der Anpassung der Mengen bei aufwandsgerechter Bezahlung auch einzelne Preiselemente anzupassen, was insbesondere bei schwankungsanfälligen Preistreibern wie den Kraftstoffen Risiko und damit Preispuffer reduziert. Das Beispiel der Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns ist durch das Modell einfacher kommunizierbar, da lediglich der Stundenkostenanteil erhöht werden muss. Unzählige Diskussionen über die Höhe des Fahreranteils bei einer Pauschalbepreisung entfallen bei dieser Preismethodik.

Historisch gewachsene Dienstleisterstrukturen können den Blick auf erhebliche Potentiale hinsichtlich Kosten, Effizienz und Flexibilität verwehren

Herausforderung:

Wie sieht die optimale Transportdienstleiter Zielstruktur aus? Sollen kleine Subunternehmer aus Kostengründen mit teilweise hohem Ausfallrisiko eingesetzt werden? Oder doch eher einen großen Spediteur mit weniger Betreuungsaufwand, geringerem Einzelausfallrisiko, aber höherem Systemischem Risiko und höheren Kosten? Wie geeignet sind die Unternehmer strategische Ziele, wie zum Beispiel Synergienetze oder Einführung von neuen Regularien oder Software mitzugehen? Oftmals werden in Unternehmen aus Bequemlichkeiten und um Ausfallrisiken zu senken Generalunternehmer für sämtliche Transportservices eingesetzt, die einen Großteil des Einkaufsvolumens abdecken. Dieser agiert jedoch oft nur als Zwischenhändler und reicht die Transportaufträge an Subunternehmer eins zu eins weiter. Durch die beschriebene Bequemlichkeit geht nicht nur die Kontrolle und der Durchgriff auf die ausführenden Subunternehmer verloren, auch von einem höheren Kostenlevel ist auszugehen, da jede Substruktur eine Marge abschöpft.

Lösungsansatz:

Wir ermitteln Status Quo und zeigen Potentiale durch veränderte Strukturen in Einklang mit Ihren Unternehmenszielen auf. Je nach Ziel und Situation erarbeiten wir mit Ihnen einen mehrstufigen Plan zur Erreichung ihrer Ziele. Typischerweise ist ein erster Schritt eine Kostenoptimierung mit zugehörigem flexiblen Preisgefüge, um weitere Optimierungen zum Beispiel am Transportnetzwerk vornehmen zu können. Fragestellungen im Hinblick auf die Anforderungen an die Lieferanten sollten mit bedacht sein. Darüber hinaus besteht neben einer Zielvorstellung die Möglichkeit diese Entscheidung erst nach Abschluss einer Ausschreibung zu treffen, da erst mit final verhandelten Preisen Kostenvorteile ersichtlich werden. Auch bei eingefahrenen Preisstrukturen durch historisch gewachsene Lieferantenstrukturen können Veränderungen im Lieferantenmix ein Verhandlungsinstrument sein, um so das Preisgefüge wieder zu lockern

Demographischen Wandel, Vollbeschäftigung und die hohe Nachfrage nach Fahrern erschwert die Identifizierung leistungsstarker Transportdienstleister mit einem adäquaten Kostenlevel

Herausforderung:

Bei Projekten im Transporteinkauf ist eine der großen Herausforderungen geeignete Lieferanten passend auf die definierte Zielstruktur zu identifizieren. Wenn Unternehmen zum Beispiel ihr eigenes "Letzte Meile" Netzwerk betreiben, ist dieses aufgrund von Flexibilität oft extern über sogenannte Frachtführer abgebildet. Diese Frachtführer sind zumeist kleine Transportunternehmer und aufgrund der ansteigenden Paketflut eine sehr gefragte Ressource. Ausreichende Frachtführer zu identifizieren, die eine qualitativ zuverlässige Leistung zu adäquaten Konditionen liefern ist heutzutage eine schwierige Aufgabe. Das Defizit an den beschriebenen potenten Frachtführern hat Preissteigerungen und Qualitätseinbußen neben Fluktuation zur Folge und daher auch Einarbeitungskosten. Entweder müssen für eine durchschnittliche Qualität teils hohe Preise gezahlt werden, oder die Qualität fällt bei geringer Bezahlung stark ab.

Lösungsansatz:

OCM verfügt durch verschiedenste Projekterfahrungen über eine umfangreiche Transportdienstleister Datenbank, welche ihre Lieferantensuche entscheidend unterstützt. Durch diese Datenbank, das OCM Netzwerk und einer gleichzeitigen Lieferantenidentifizierungsinitiative werden immer die besten Partner ausfindig gemacht. Wir garantieren ihnen, die zu ihren Anforderungen immer bestgeeigneten Transportdienstleister zu identifizieren.

Der Preisfindungsprozess bei Ausschreibungen kann mit unterschiedlichen Strategien durchgeführt werden

Herausforderung:

Nicht nur die Definition der Dienstleister Zielstruktur und die Einbringung potenter neuer Lieferanten spielt eine große Rolle, um bei Transportausschreibungen erfolgreich zu agieren, sondern natürlich auch der Preisfindungsprozess. Unternehmen können zwar die bestmögliche Zielstruktur definiert und die dazu bestmöglichen Transportdienstleister identifiziert haben, jedoch sind häufig nicht die bestmöglichen Konditionen verhandelt.

Lösungsansatz:

Bei der Preisfindung in Ausschreibungsprozessen können zwei verschiedene Strategien angewendet werden: Entweder die Erzeugung von ausreichendem Wettbewerb zur Ausübung von Verhandlungsdruck auf alle neuen und Bestands-Dienstleister oder die Strategie des SRM (Supplier Relationship Management). Bei der SRM Strategie wird gewöhnlich die Verhandlungsposition nicht primär durch den größtmöglichen Wettbewerb aufgebaut, jedoch wird eher versucht gemeinsame Lösungen zu schaffen, um bestmögliche Ergebnisse auf beiden Seiten zu generieren.


Ergebnis und Mehrwert

  • Erfolgreiche Transportausschreibungen sind durchgeführt aufgrund der detaillierten Analyse von Kostentreibern und der passenden Ableitung der Preismodelle
  • Die Transportdienstleister Zielstruktur ist ausgearbeitet und final in der Organisation kommuniziert und verankert
  • Ausreichend potentielle Lieferanten sind identifiziert und somit der Ausschreibungsprozess effizient durchgeführt